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Colin White für Masterton nominiert PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Nicolai   
Mittwoch, 26. März 2008

Es sind diese Momente die im Eishockey keiner sehen will, die aber immer wieder vorkommen. So auch als die Devils sich im September auf die Saison vorbereiteten. Colin White bekommt in einem Trainingsspiel einen Puck mitten ins rechte Auge, schleppt sich schwer verletzt, blutend und ohne irgendwas zu sehen vom Eis.

Als im Krankenhaus festgestellt wird, dass sein Auge schwer in Mitleidenschaft genommen wurde, erkennen alle den Ernst der Lage und dass seine Zukunft in der NHL alles andere als sicher ist. Der Famillienvater diskutiert viel mit seiner Frau wie es weitergehen wird, mit den Ärzten wie die Heilungschancen aussehen und mit Lamoriello wie er sich fühlt, da der GM immer bereit sein muss einen Ersatz zu holen, falls die Karriere des Colin White nicht fortsetzbar ist. Nun, 6 Monate später kann man beantworten wie es für den Defensivspezialisten weiterging.

Nun steht er wieder auf dem Eis und hilft die Defensive der Devils zu festigen, denn seit dem Tag seiner Rückkehr haben die Devils einen 2,3 Gegentorschnitt. Die ist ein ganzes Tor wenigerals man davor ohne ihn hatte. Gerade in Unterzahl ist sein Wert für die Devils unschätzbar, aber auch seine Präsenz an der Bande sucht im Team seinesgleichen.

Trotz all dieser Leistungen ist Colin White aber nicht mehr der Alte. Wenn er heimkommt und sich vor den Fernseher setzt und dabei sein gutes Auge abdeckt sieht er nur noch verschwommene Silhouetten. Auch auf dem Eis fällt es immer wieder auf, dass er Stürmer, die weit rechts von ihm stehen, manchmal erst mit einer Verspätung wahrnimmt.

Wer aber trotz dieser Einschränkungen solche Leistungen bringt, der zeugt von Sportsgeist und deswegen wurde Colin White für die Bill Masterton Trophy für Hingabe zum Sport nominiert. Für ihn selber ist das natürlich eine große Ehre, auch wenn er es nicht mag, wenn man ihn ins Rampenlicht stellt.

Desweiteren sorgte White nicht nur auf, sondern auch neben dem Eis für Veränderungen im Team. Seine Teamkollegen Jamie Langenbrunner und Jay Pandolfo haben sich beide nach diesem Vorfall sofort ein Visier montieren lassen. White selber trägt nun auch eins, das über 3/4 seines Gesichtes geht, ebenso wie der NHL-Star Danny Heatley, der während des Lock-Outs in der Schweiz am linken Auge verletzt wurde. Ihm selber gefällt es nicht, dass er nun mit Visier spielen muss. Gerade von den Konkurrenten muss er sich immer wieder Lästereien anhören aufgrund der Größe des Visieres. Er lässt sich aber lieber ärgern, als dass er kein Hockey mehr spielen kann, außerdem müsse er als Famillienvater auch auf seine Gesundheit achten.

Abschließend bleibt zu sagen, dass White eine der Geschichten geschrieben hat, die den Sport immer wieder zu etwas ganz besonderen machen und ein Happy End nach solchen Verletzungen sieht man immer wieder gerne. Colin White hat, trotz seiner Behinderung, definitiv eine Zukunft in der NHL und wird mit seinen Devils noch lange um die Atlantic Division kämpfen.

 
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