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Eastern Conference Play-Off Preview 2. Runde PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Nicolai   
Donnerstag, 24. April 2008

Nachdem am Nachmittag bereits die Preview der nächsten Western Conference Play-offs Runde online ging folgt nun die Vorschau auf die Duelle im Osten.

1. Montreal Canadiens vs. 6. Philadelphia Flyers

Goaltending:
Was waren die Bedenken in Montreal nicht groß vor den Play-Offs? Wird der junge Carey Price dem Druck der Play-Offs standhalten können? Nach der ersten Runde kann man ihm nur gratulieren. Nicht selten verhinderte er mit tollen Paraden Tore der Bruins und brachte Sturm und Co. zur Verzweiflung. Einen Aussetzer hatte er aber in Spiel 5 als er den Bruins das Spiel schenkte. Der Ersatzmann Halak dürfte nur im Notfall Eiszeit sehen.
Auch in Philadelphia kann man sehr zufrieden sein, denn Martin Biron hat seine erste Play-Off Runde gut hinter sich gebracht und war für die Flyers immer der Rückhalt den sie brauchten wenn es mal enger wurde. Sollte es notwendig werden hat man mit Antero Nittymäki einen Back-Up der den Anspruchen genügen dürfte.
Montreal: B
Philadelphia: B+

Defense:
In der Ersten Runde waren die Leistungen der Hintermannschaft solide und man half Price gut dabei seinen Job zu erledigen. Im Offensivspiel konnte sich überraschender Weise nicht Andrei Markov sondern Patrice Brisebois auszeichnen, doch das zeigt wieder die Große Stärke der Canadiens. Wenn die Leistungsträger mal nicht scoren, so springen die anderen in die Bresche. Nach der Ersten Runde kann man als Canadien Anhänger mit den Abwehrspielern zufrieden sein, herausragend war die Leistung aber nicht.
In Philadelphias Abwehr spielt dagegen mit einem starken Gefälle. Während gerade ein Timmonen zeigt warum er so wertvoll ist gibt es dagegen auf den hinteren Positionen Probleme. Gerade ein Jaroslav Modry wirkte nicht besonders sicher und hat am Anfang der Serie eine komplette Niederlage verursacht. Was aber noch verwunderlicher ist, ist die Tatsache, dass ein Jason Smith momentan eine Statistik von -7 hat und damit nicht die angedachte Leitrolle ausfüllt, sondern ein ständiger Gefahrenherd für das eigene Team ist.
Montreal: B+
Philadelphia: B-

Offense:
Nachdem man schon in der Verteidigung die Geschlossenheit der Mannschaft beobachten kann, kommt dies im Sturm zur Vollendung. Als ein Sakku Koivu verletzungsbedingt pausieren musste übernahm ein Chris Higgins überragend seine Rolle. Die Kostitsyn Brüder nehmen die Last etwas von den Schultern des Alexei Kovalev und auch ein Plekanec kann sich mit seiner Offensivausbeute durchaus sehen lassen. Einzig Michael Ryder ist und bleibt das Sorgenkind des Sturms der Canadiens.
Die Flyers zeigen eindrucksvoll wie sich Transferpolitik auszahlen kann. Gerade im Powerplay waren der im Sommer geholte Daniel Briere und der während der Trade-Deadline zum Team gestoßene Vaclav Prospal eine Konstante und halfen so die Capitals niederzuringen. Mike "the Cannon" Richards lieferte ebenfalls ein astreines Play-Off Debut ab und das Scoring zieht sich durch alle Lines. Joffrey Lupul steht zwar mit 2 Punkten in seinen Statistiken mit etwas wenig da, aber das Series Winning Goal gegen die Caps könnte bei ihm den Knoten platzen lassen.

Anmerkungen:
Die Flyers haben bereits 6 Powerplaytore, während Montreal mit 3 PP Toren deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurückliegt. Sollte man das nicht gegen die Flyers in den Griff kriegen wird es schwer. Außerdem wirkt es so als wäre der Kader der Flyers mit Spielern ausgestattet, die härter zur Sache gehen können als die der Canadiens. Vielleicht liegen in diesen zwei Faktoren die Schlüssel zum Sieg.

Tipp des Redakteurs:
Die Flyers gewinnen die Serie in 6 Spielen.

 

2. Pittsburgh Penguins vs. 5. New York Rangers

Goaltending:
Marc-Andre Fleury spielte gegen die Sens eine überzeugende Runde und glänzte mit seinen Leistungen. Fehler sucht man vergebens. Sollte Fleury die Nerven behalten müssen sich die Pens hier keine Gedanken machen. Die Ersatzbank ist mit Conklin und Sabourin gut besetzt.
King Henrik krönte sich in den Spielen gegen die Devils durch seine Leistungen selber noch mal zum König von New York. Das direkte Duell gegen den All-Star Brodeur gewann Lundqvist problemlos und der Olympiasieger dürfte die Pens auf eine harte Probe stellen. Sein Back-Up Valiquette hat Talent, aber seine Zeit ist noch nicht gekommen.
Pittsburgh: A
New York: A

Defense:
Gonchar, Whitney, Gill, Scuderi, Letang und Orpik...diese Namen wird man in Ottawa nicht gerne hören, denn die 6 überzeugten in allen 4 Spielen und ließen die Sens zu keiner Zeit zu ihrer Offensivstärke finden. Diese Defense dürfte auch für Spieler wie Jagr und Gomez alles andere als leicht zu knacken sein.
Doch auch die Defense der Rangers spielte eine gute Runde und die Devils merkten genau warum. Gerade die taktische Aufteilung zwischen den einzelnen Spielern stimmt und alle halten sich diszipliniert an die Vorgaben des Trainers. Keiner enttäuschte in der ersten Runde die Erwartungen und die Pens dürfte hier mehr Gegenwehr erwarten als von den Senators.
Pittsburgh: A
New York: B

Offense:
Würde der Sturm der Pens auch den in den Play-Offs so harmonieren wie in der Vorrunde? Die Antwort ist ein eindeutiges Ja! Crosby, Malkin und ihre Kollegen wirbelten die Sens ein ums andere mal durcheinander und entschieden in nur 4 Spielen die Serie gegen einen Titelfavouriten für sich. Bemerkenswert ist hier vorallem die Punkteausbeute von Crosby, der pro Spiel 2 mal punkten konnte.
Bei den Rangers hat man es geschafft die Leistungen aus Jagr herauszukitzeln, die er in der Vorrunde nicht gebracht hat, was einer der entscheidenden Faktoren für den schnellen Sieg war. Auch Gomez, Strake, Avery und Shanahan konnte überzeugen. Dubinsky hat für seine jungen Jahre gegen die Devils eine erstaunlich konstante Leistung gebracht und wird nicht zu Unrecht von den örtlichen Medien bejubelt. Allerdings wirkt man in den hinteren Reihen nicht so stark besetzt wie die Pens.
Pittsburgh: A+
New York: B+

Anmerkungen:
Eine der größten Fragen vor der Serie ist: "Wie wird sich Sean Avery verhalten?" Unvergessen sind seine Angriffe auf Brodeur und sein neuartiges Screening im Powerplay, dass große Diskussionen auslöste. Brodeur ließ sich von Avery verunsichern, der machen konnte was er wollte, weil keiner Avery in die Schranken wies. Wie wird das bei den Pens sein? Gerade Laraque dürfte ein Auge auf den Badboy haben und sollte verhindern können, dass Avery den Goalie Fleury verunsichert.

Tipp des Redakteurs:
Die Pens werden die Serie nach 5 Spielen für sich entscheiden, da sie auf einer Welle der Euphorie schwimmen, die es ihnen erlaubt ihre vorher gezeigten Leistungen wieder abzurufen....die Spiele werden aber alles andere als einfach sein.

 
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