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Die NHL kam in unseren Markt, genau genommen in die Schweiz; selbstverständlich war auch NHL-Talk vor Ort mit dabei
Im Rahmen des Victoria Cups, welcher zwischen dem Sieger des European Champion Cups (ECC) bzw. in Zukunft dem Sieger der Champions Hockey Legaue (CHL) und einem NHL-Team ausgetragen wird, feierte in Bern seine Premiere. Bevor es jedoch um den Pokal ging, gaben sich die Rangers mit den Gastgebern aus Bern die Ehre.
In einer unterhaltsamen Partie konnten die Berner den Rückstand lange im Rahmen halten und lagen nach 40 Minuten nur mit zwei Treffern hinten. Nachdem Travis Roche für die Schweizer Hauptstädter nur kurz nach Wiederbeginn im Schlussabschnitt gar auf 1-2 verkürzen konnte, schien zumindest eine Überraschung möglich zu sein. Alle Träume wurden aber nur wenig darauf zu Nichte gemacht: Die Rangers erhöhten das Tempo und den Vorsprung. Bern erhielt abermals Strafen und wurde in den darauf folgenden Powerplays sogleich bestraft. Am Ende des Spiels musste sich die Heimmanschaft mit 1-8 geschlagen geben und das Schweizer Eishockey muss sich eingestehen, dass es doch noch einige grosse Schritte von der weltbesten Liga entfernt ist.

Berner Jubel

Shakehands zwischen den Rangers und Bern
Dies kann jedoch nicht über den Spiellevel von russischen Mannschaften gesagt werden. Beim eigentlichen Finale des Victoria Cups vertrag nämlich Metallurg Magnitogorsk den europäischen Kontinenten im Kampf um einen neu eingeführten Pokal, welcher mit der Aussicht auf 1 Million US-Dollar versüsst wurde. Die Russen gingen überzeugt zu Werke und setzten alles daran, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Bei Spielmitte lagen sie dann auch mit 3 Toren vorne. Dank einem Treffer von Chris Drury konnten die New Yorker den Schaden noch etwas in Grenzen halten.
Im dritten Drittel konnten das NHL-Team dann dank Dan Fritsche und einem weiteren Tor von Drury das Spiel ausgleichen. 25 Sekunden vor Schluss gelang es zudem Ryan Callahan in der Mittelzone einen Pass abzufangen, weshalb er alleine auf Metallurg-Schlussmann Mezin losfahren konnte und sich nicht zweimal bitten liess. Mit seinem Tor entschied er das Spiel und sorgte für einen Sieg des Favoriten.
Abschliessend kann gesagt werden, dass der Victoria Cup beste Werbung für das Eishockey war und man für die nächstjährige Austragung positiv gestimmt sein kann. Das Niveau war enorm hoch und es wurde sich auf dem Eis nichts geschenkt. Es ist zu hoffen, dass der Vertrag zwischen der NHL und der IIHF, welcher nach drei Austragungen ausläuft, verlängert wird und es regelmässig Vergleiche zwischen Teams aus Europa und der NHL geben wird.
Noch unklar ist, wo die nächste Austragung stattfindet. René Fasel, Präsident der IIHF, sprach davon, dass es durchaus möglich sei, die Austragungsorte zwischen Europa und Nordamerika abzuwechseln.
Wir warten gespannt auf den Entscheid und freuen uns bereits heute auf die nächste Austragung des Victoria Cups!

(v.l.) Chris Drury, Nikolai Zherdev, Dmitri Kalinin |